Mein erster Drohnenabsturz – und warum ich trotzdem weitermache
Ich kam gerade von einem Immobilien-Shooting. Die Sonne stand perfekt, zwei vollgeladene Akkus hatte ich noch dabei – und ein Rapsfeld, das ich schon länger auf meiner Bucket List hatte, lag quasi direkt auf dem Heimweg.
Also: kurzer Abstecher, Drohne raus, und ab dafür.
Die Idee im Kopf – und ein Abflussrohr vor der Nase
Das Rapsfeld war traumhaft schön. Ich hatte vorher schon mal gescoutet und wusste: Hier will ich eine Kamerafahrt drehen, die von hoch oben über das Feld in Richtung eines kleinen Baches geht – und dann durch ein etwa 1 Meter großes Abflussrohr. Ein bisschen wie ein Miniatur-Actionfilm, nur eben mit Natur und Drohne.
Was ich nicht auf dem Schirm hatte: Zwischen Drohne und Rohr lag eine kleine Dschungel-Zone aus Gebüsch und Bäumen. Die Hinderniserkennung meiner DJI Mini 4 Pro ist da fast durchgedreht. Ständig piepte es, ständig hat sie gebremst.
Und ich? Ich war komplett im Film. Ich sah die Szene schon in meinem Kopf: wie die Drohne elegant über das Feld gleitet, dann mit einem schnellen Move durch den Tunnel fliegt und auf der anderen Seite wieder rauskommt. Also hab ich – gegen meine innere Stimme – die Cinematic-Einstellung verlassen und in den Pro-Modus geschaltet, damit die Hinderniserkennung ausgeschaltet wird.
Spoiler: Keine gute Idee, wenn man aufgeregt ist und unter Zeitdruck steht.
Dann kam der Absturz
Letzter Versuch. Ich setzte zum „finalen Shot“ an. Alles lief super – bis kurz vorm Rohr. Plötzlich: Enten. Keine Ahnung, wer sich mehr erschreckt hat – ich oder die Tiere. Jedenfalls hab ich in der Aufregung die Drohne direkt in den Bach manövriert. Zack. Wasser. Komplett versenkt.
In meinem Kopf: totale Panik. Nicht wegen der Drohne – sondern wegen der Speicherkarte. Da waren noch die Luftaufnahmen der Immobilie drauf, die ich davor fotografiert hatte. Und der nächste Auftrag stand schon an – inklusive Drohnenshots.
Glück im Unglück
Ich bin also zurück zur Absturzstelle, mit einem echt miesen Gefühl. Aber: Das Wasser war glasklar. Und da lag sie – meine Mini 4 Pro – mitten im Bach. Ich hab sie rausgefischt, noch halb hoffend, dass irgendwas zu retten ist.
Am Ende war’s halb so wild. Die Speicherkarte war noch lesbar, die Aufnahmen gerettet. Und dank DJI Care Refresh hatte ich nach ein paar Tagen eine nagelneue Drohne in der Hand. Was ein Glück!
Was ich daraus gelernt habe – meine 3 Tipps
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Mach vor jedem Flug einen kurzen Realitätscheck. Ist die Flugroute überhaupt sinnvoll und realistisch? Und bist du gerade ruhig genug dafür?
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Niemals im Stress in enge Passagen ohne Hinderniserkennung fliegen. Klingt logisch, hab ich in dem Moment aber selbst verdrängt.
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DJI Care Refresh lohnt sich! Die paar Euro extra haben mir den Allerwertesten gerettet.
Fazit
Ja, es war mein erster richtiger Crash. Und ja – es war komplett meine Schuld. Aber genau solche Erlebnisse bringen dich weiter. Du lernst, du wächst, und beim nächsten Mal machst du’s besser. Ich werde weiter fliegen – aber mit ein bisschen mehr Respekt. Und vielleicht ohne Enten.